Pull-Up-Leder

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Fettleder

Fettleder sind robuste Glattleder oder Nubukleder, auf die eine fetthaltige, ölige oder wachsige Schicht aufgetragen wird. Oft sind diese Wachse, Öle oder Fette auch eingefärbt und solche Leder daher leicht abfärbend. Fettleder werden auch als Ölleder, gewachste Leder, Pull-Up Leder oder als Vintage Leder bezeichnet.

Durch diese weiche Schicht erhält das Leder durch den Gebrauch schnell eine Patina, wobei dieser Effekt gewünscht ist. Die Patina äußert sich durch Aufhellungen, die durch Knicken, Falten, Kratzen und Dehnen entstehen. Flecken durch Flüssigkeiten dunkeln das Leder. Je nach Herstellungsart ist die Patina schon beim Kauf stark ausgeprägt (wie bei verwaschenen Jeans), oder die Patina entsteht relativ schnell durch den Gebrauch. Leder, die eine Farbschicht auf Bindemittelbasis erhalten haben, benötigen deutlich länger, bis die ersten "Gebrauchsspuren" sichtbar werden.

Fettleder werden als Taschenleder, Gürtelleder, Schuhleder oder auch als Möbelleder angeboten.


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Nicht angeschliffene Fettleder mit der typischen Patina.

 

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Starknarbiges Dickleder mit einer Fettung mit starker Patina

 

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Fettleder-Möbel

 

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Fettleder-Taschen

 

Pull-Up-Leder

"Fettleder" ist der Oberbegriff dieser Lederart. Pull-Up ist ein Nubuk-Leder mit einem Fettgriff. Durch den Gebrauch (Knicken, Dehnen, Abschürfen etc.) bilden sich wie bei allen Fettledern schnell sichtbare Gebrauchsspuren bzw. Patina. Bei den Pull-Up-Ledern handelt es sich i.d.R. um ein Nubukleder.

Es gibt aber auch Fettleder, wo die Oberfläche vor dem Fetten oder Wachsen nicht geschliffen ist. Es sind dann Anilinleder. Bei diesen Ledern ist die Patinabildung nicht ganz so schnell und stark wie bei den nubukierten (angeschliffenen) Pull-Up-Ledern.

Historisch wurden aber auch narbenseitig nicht angeschliffene Leder mit einer Fettschicht als Pull-Up bezeichnet. Es gab auch Veloursleder mit einer Fettschicht als Finish. Daher kann der Begriff Pull-Up weit gefasst werden, auch wenn es meist Nubukleder sind, die dazu verarbeitet werden. Kennzeichnend ist aber immer die Fettschicht, die durch den Gebrauch leicht eine sichtbare Patina bekommt.


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Bei "Pull-Up-Ledern" erkennt man die Rauheit des Nubukleders in den Nahaufnahmen.

 

Der Übergang vom "Fettleder" zum heutigen "Pull-Up-Leder" ist gleitend. Es gibt die unterschiedlichsten Varianten. Es gibt Fettleder mit sehr wenig und sehr viel Fett und es gibt nur leicht angeschliffene Leder und stark angeschliffene Leder. Kennzeichnend ist aber in allen Fällen die durch die Oberflächenfettung leichte Erzeugung von Gebrauchsspuren.


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Pull-Up Leder sind auch bei Schuhen weit verbreitet.

 

Beratung

Wichtig ist, dass dem Kunden die schnelle Patinabildung beim Kauf vermittelt wird. Sonst sind Kunden im Anschluss enttäuscht und wundern sich über die schnell auftauchenden Gebrauchsspuren.


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Kunden sind enttäuscht, wenn die leichte Patinaentstehung unerwartet kommt und nicht erwünscht war.


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Vorbildlich: "Dieser Gürtel hat eine moderne Used-Look Optik. Farbunterschiede und Kratzer gehören zum Charakter dieses Leders und sind keine Mängel".


Die Pflege von Fettleder, Ölleder, gewachstem Leder, Pull-Up Leder und Vintage Leder

Ausführliche Informationen zur Reinigung und Pflege von Fettledern gibt es beim Lederzentrum: Reinigung und Pflege von Fett- oder Pull-Up-Ledern.


Die Pflege von Fettleder, Ölleder, gewachstem Leder und Pull-Up.


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Verwechslung "Pull-Up" und "PU-Leder"

Fälschlicherweise wurden PU-Leder im Möbelbereich häufig als "Pull-Up"-Leder bezeichnet. Dabei steht bei diesen Ledern das "PU" für die Polyurethanbeschichtung. Selbst in Pflegeanleitungen von Möbeln taucht diese Verwechslung inklusive falscher Pflegeanleitungen auf. Zum einen sehen sich die Leder optisch ähnlich und zum anderen rührt die Verwechslung evtl. aber auch einfach von der Namensähnlichkeit "PU" und "Pull-Up" her. Evtl. wurde nicht gründlich recherchiert und "PU" für eine Abkürzung von "Pull-Up" gehalten.


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Typische PU-Spaltleder-Garnitur.

 

Weitere Informationen


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