Latigoleder

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Latigoleder (Spanisch látigo = die Peitsche) ist ein festes, strapazierfähiges und offenporiges Rindsleder aus dem Narbenspalt, das in der Praxis vor allem im Outdoor- und Reitsportbereich anzutreffen ist. Dort dient es zum Beispiel als Material für Sattelsitze und Gurte. Es kann vegetabil oder auch chromgegerbt sein und zeichnet sich dadurch aus, dass es nach dem Gerbprozess und dem Färben geölt wird. Dadurch gewinnt es einen weichen Griff, weshalb Latigoleder auch für Hundeleinen und -halsbänder beliebt ist.

Latigoleder wird meist schwarz, in Brauntönen oder dunkleren Rottönen durchgefärbt. Hellere Farben sind seltener. Weißes Latigo wird durch Bleichen des Leders vor der Durchfärbung erreicht und anschließend wird es noch weiß pigmentiert.

Der Nachteil von Latigoleder ist, dass es aufgrund der starken Fettung und Offenporigkeit zu Abfärbungen auf Bekleidung, Haut, Hundefellen etc. kommen kann (Bild), da die Farbe manchmal nicht abriebfest ist. Das kann man aber leicht testen. Einen weißen Lappen anfeuchten und zehnmal über das Leder reiben. Fest, aber nicht mit Gewalt. Je nach Verfärbung des Lappens ergibt sich die Empfindlichkeit.


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Abfärbungen durch Reibung bei einem Hundehalsband aus Latigoleder.

 



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